Es geht aufwärts. Ruhig, aber unaufhaltsam chromatisch steigt die Melodie gen Himmel,
bis sie – gerade noch in Sicht – doch den einsamen Basston erhört, der sie die ganze Zeit
lang umgarnt hat. Johnny Mandels Stück „Emily“ wäre da eigentlich längst schon mit einem
schlichten Akkord zu Ende gewesen, aber es passt gut zu dieser sanften Musik, dass sie
hier ein wenig abhebt. Otto Wolters lässt den alten Standard in seiner Version schweben
wie einen farbigen Ballon am Sommerhimmel: leicht und schön. Es ist ein typisches Wolters-
Arrangement, in dem die Liebe zur Vorlage und die Lust an der Originalität eine glückliche
Verbindung eingehen. „Emily“ steht daher genau richtig am Eingang einer Aufnahme, auf
der der Pianist Stücke versammelt hat, die ihm seit Langem am Herzen liegen.

Otto Wolters - Very Personal

 

 

 

In Kürze  kann die CD hier auch online bestellt werden.

Bis dahin bitte Kontakt mit Otto Wolters aufnehmen.

 

Natürlich sind viele Titel aus dem „Great American Songbook“ darunter – schließlich hat
Otto Wolters als Musiker und Lehrer die deutsche Jazzszene über Jahrzehnte lang geprägt.
Zu seinen Lieblingsstücken gehören aber auch Filmmusiken wie die zu „Rosemary’s Baby“,
klassische Werke wie Leonard Bernsteins „Somewhere“ oder eigene Kompositionen.

Was diese ganz unterschiedlichen Klänge verbindet, kann man an einer Melodie wie der
von Alan Pasquas „To love again“ hören: Otto Wolters hat keine Angst vor der Schönheit.
Er braucht sie nicht zu haben. Bei ihm klingt nichts billig oder kitischig. „Ich habe die Titel
nach meinem Geschmack neu arrangiert“, sagt er, „aber nicht bis zur Unkenntlichkeit:
Ich spiele die Stücke so, wie ich sie liebe.“ Vielleicht muss man 75 Jahre alt werden,
um so gelassen und so raffiniert zu spielen. Hören sollte man das in jedem Alter.